<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="ckp092.xml" xml:base="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp" prev="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp/ckp091.xml" next="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp/ckp093.xml"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title level="s">Clara Katharina Pollaczek: »Arthur Schnitzler und
                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 29. Juli 1923</title><title type="alternative" when-iso="1923-07-29"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
                                            das Material remixen, verändern und darauf aufbauen und
                                            zwar für beliebige Zwecke, sogar kommerziell.</p><p>Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen
                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
                                            folgenden Bedingungen:</p><p>Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und
                                            Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und
                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
                                            werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht,
                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
                                            solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder
                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
                                            Die Lizenz verschafft Ihnen möglicherweise nicht alle
                                            Erlaubnisse, die Sie für die jeweilige Nutzung brauchen.
                                            Es können beispielsweise andere Rechte wie
                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
                                            die Ihre Nutzung des Materials entsprechend
                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp092"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Baden-Baden, Waldparksanatorium,
      <lb n="02"/>29.7.1923.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Sei nicht böse. Lieber, wenn ich heute nur wenig schreibe, aber ich habe
      <lb n="04"/>eine schreckliche Reise hinter mir. Wegen der französischen Besetzung
      <lb n="05"/>war ich von gestern Mittag bis heute 9 Uhr unterwegs, kam um Mitter¬
      <lb n="06"/>nacht nach Karlsruhe und hatte erst heute Früh Anschluss. Es war sehr aben¬
      <lb n="07"/>teuerlich und ich werde mündlich berichten.
      <lb n="08" type="paragraph-begin"/>Hier erwartete mich mein vorjähriges Zimmer und Rosen von Dr. Heinz¬
      <lb n="09"/>heimer. Ich legte mich gleich zu Bett und stehe vor Abend nicht auf.
      <lb n="10"/>Ich liege still und müde da, schlummere manchmal ein wenig oder blicke
      <lb n="11"/>in den Garten hinaus und denke an Dich.– Hoffentlich kommst Du bald!
      <lb n="12"/>Ich freue mich schon <hi rend="underline" n="">sehr</hi>. Morgen schreibe ich wieder einen langen
      <lb n="13"/>Brief. Heute nur vielen Dank für den Deinen, der vor meiner Abreise
      <lb n="14"/>von Weimar kam. Ich bin sehr froh, dass Du mit Deiner Arbeit zufrieden
      <lb n="15"/>scheint und bin schon neugierig über alles mit Dir zu sprechen. Ich
      <lb n="16"/>möchte Dir gerne noch vieles sagen aber ich kann heute nicht. Es ist
      <lb n="17"/>eine grenzenlose Erschöpfung in mir. So sende ich nur meine Gedanken,
      <lb n="18"/>die sehr lieb und warm sind. Fühlst Du das?
      <lb n="19" type="paragraph-begin"/>Deine
      <lb n="20" type="paragraph-begin"/>Clara Katharina.</p></div></body></text></TEI>