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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 20. Juli 1923</title><title type="alternative" when-iso="1923-07-20"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp078"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>einen schrecklich enervieren.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>Direktor F. riet mir <hi rend="underline" n="">dringend</hi> nach Oesterreich zurückzufahren, da ein
      <lb n="03"/>Herumreisen für eine Dame <hi rend="underline" n="">allein</hi> ganz unmöglich ist, wie die Ver-
      <lb n="04"/>hältnisse jetzt liegen. Es kommt nun Folgendes in Betracht:
      <lb n="05" type="paragraph-begin"/>Ich könnte nach Bade-Baden gehen, wenn ich Sanatorium Dr. Heinzheimer, wo
      <lb n="06"/>ich gut aufgehoben wäre, Platz finde und die Preise erschwinglich sind.
      <lb n="07"/>Ich schrieb gestern für alle Fälle dahin. Ich könnte Dich dann dort
      <lb n="08"/>oder in der Nähe treffen und Zeitweise mit Dir zusammen, zeitweise in
      <lb n="09"/>erreichbarer Nähe sein. Oder: Ich fahre am 27. oder 28. nach Wien und
      <lb n="10"/>gehe auf den Cobenzl und wir besprechen dann <hi rend="underline" n="">mündlich</hi> alles Weitere,
      <lb n="11"/>eventuell einen Aufenhalt in der Schweiz. Sollte Dir die Cobenzl-Idee
      <lb n="12"/>gefallen, dann müsstest Du so lieb sein und mir dort ein gutes Zimmer
      <lb n="13"/>sichern. Sei nicht böse, wenn ich Dich damit bemühe, aber von meinen
      <lb n="14"/>Leuten ist <hi rend="underline" n="">niemand</hi> in Wien, meine Wohnung geschlossen und für Dich ist
      <lb n="15"/>es ein Spaziergang. <hi rend="underline" n="">Wenn</hi> Du ein Zimmer für mich bestellst, dann bitte
      <lb n="16"/>telegraphiere es mir, ansonsten erwarte ich Deinen Brief – Deine Wünsche
      <lb n="17"/>Keinesfalls bleibe ich, wenn nicht in abschbarer Zeit ein zeitweises
      <lb n="18"/>Zusammensein mit Dir möglich <hi rend="underline" n="">allein</hi> im <hi rend="underline" n="">Ausland</hi>. Da ja aber Deine und
      <lb n="19"/>meine Wünsche sich in dieser Richtung treffen dürften, so sehe
      <lb n="20"/>ich Deiner Antwort mit einiger Zuversicht entgegen.
      <lb n="21" type="paragraph-begin"/>Denk Dir ich habe von Dir und Carly noch keine Zeile bekommen und das
      <lb n="22"/>verstärkt mein Verlassensein-Gefühl. Nur ein paar Bankbriefe kamen
      <lb n="23"/>am 5.Tag an. Ich habe dem Portier in Häringsdorf einen sehr warmen
      <lb n="24"/>"Händedruck" gegeben und so hoffe ich Montag vielleicht nachgesandte Nachricht zu
      <lb n="25"/>haben.
      <lb n="26" type="paragraph-begin"/>Der Brief ist grauenhaft geschrieben, aber ich fühle mich doch noch
      <lb n="27"/>nicht ganz wohl, habe immer Herzklopfen und meine Hand zittert ein wenig.
      <lb n="28"/>Ich hoffe, Du verstehst meine Verfassung – Traurigkeit über den dummen
      <lb n="29"/>Buben, den ich doch so gern hab, Müdigkeit, Nervosität und – warum</p></div></body></text></TEI>